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ISDN - Tips für die Umstellung
22.02.1999

Sowohl die Telekom als auch private Anbieter machen diesen "neuen" Kommunikationsstandard in letzter Zeit mehr als schmackhaft. Günstige monatliche Grundgebühren im Vergleich mit den klassischen Anschlussarten und bei der Telekom sogar günstigere Kosten bei den Verbindungspreisen lassen aufhorchen. Wie geht so ein Umstieg jedoch von statten und wo sind die, auch finanziellen, Stolpersteine bei der Umstellung auf ISDN. Wir wollen ein wenig Licht in das Dunkel bringen.
Was ist ISDN?
Bei einem ISDN-Anschluss wird ein sogenannter S0-Bus (S-Null) zur Verfügung gestellt. Über eine ganz normale Telefonleitung, mit der jetzt schon telefoniert wird, kann mit Hilfe einer NTBA (einem Gerät, welches die Telekom zur Verfügung stellt) ein ISDN-Anschluss realisiert werden. Ein S0-Bus entspricht zwei normalen Telefonleitungen. Mit diesem ISDN-Anschluss bekommen Sie von der Telekom drei Telefonnummern zugeteilt. Auf Wunsch ist sogar die Zuteilung weiterer Telefonnummern möglich, doch Achtung; es bleibt immer bei zwei Telefonleitungen. Wird gleichzeitig ein Fax versand und telefoniert sind die weiteren Telefonnummern besetzt.

Die Vorteile von ISDN
Der Hauptvorteil ist im Moment sicherlich der Preisvorteil. Viele ISDN-Vorteile werden auch bei entsprechenden analogen Endgeräten von der Telekom gegen Aufpreis angeboten. Vorteilhaft sind natürlich die neuen Endgeräte und ISDN TK-Anlagen, (Telefonvermittlungsanlagen) die erheblichen Komfort bieten.
- Über einen ISDN-Anschluss können gleichzeitig zwei Gespräche geführt werden.
- ISDN ermöglicht deutlich kürzere Verbindungsaufbauzeiten.
- Die Datenübertragungsraten sind deutlich höher als beim herkömmlichen Netz.
- ISDN besitzt eine bessere Tonqualität bei wesentlich weniger Störungen.
- ISDN bietet einen schellen Internet-Zugang und schnelle Möglichkeiten für das Electronic-banking.
- Bei ISDN gibt es jede Menge Zusatzmöglichkeiten wie Anrufweiterleitung, Rufnummernanzeige, Anklopfen bei besetzten Anschlüssen, Konferenzschaltungen etc.

01114
In einigen Bereichen, hauptsächlich im städtischen Umfeld, bieten auch private Unternehmen ISDN an, aber in der Mehrzahl aller Fälle ist man bei der Umstellung auf die Telekom angewiesen. Soll eine Umstellung stattfinden, beginnt diese immer erst mit einem Anruf bei der Telekom. Unter der bundesweiten Rufnummer 01114 bekommen Sie die ersten Informationen. Folgende Punkte sollten im ersten Gespräch geklärt werden:
1. Ist die Umstellung auf ISDN möglich und wenn ja in welchem Zeitraum?
2. Kann die alte Rufnummer(n) bei einer Umstellung beibehalten werden?
ACHTUNG! Nicht sofort ISDN anmelden! Beim Einkauf neuer Geräte, wie z.B. TK-Anlagen, ist oftmals ein günstigerer Preis möglich, wenn der ISDN-Anschluss durch den Fachhändler bei der Telekom angemeldet wird. (Durch den verlängerten Dienstweg kann es zu einer Verzögerung von einer Woche kommen.) Auch die Telekom bietet bei der Anmeldung teilweise erhebliche Preisnachlässe beim Einkauf von Telekommunikationsgeräten.
Auch die Telekom bietet Ihnen ausführliche Informationen in jedem T-Punkt an.

TAE-Dose vorhanden?
Gehen wir davon aus, dass die Umstellung möglich ist und weiterhin, dass die alten Rufnummer beibehalten werden können, dann geht es jetzt an die Kontrolle der vorhandenen Telefonanschlüsse. Sind bereits TAE-Dosen vorhanden ist das weitere Vorgehen einfach und kostengünstig. Wenn nicht, wird es ein wenig komplizierter, denn die vorhandene alte Anschlussdose muß auf TAE verändert werden. Es empfielt sich dann die NTBA durch die Telekom installieren zu lassen.

Umschaltung auf ISDN
Im optimalen Fall, TAE-Dose ist vorhanden, geht die Umstellung recht unkompliziert. Beim ISDN-Antrag wird angegeben, dass die NTBA von der Telekom zugesendet werden soll. Die Telekom nutzt nun die alte Verbindungstechnik bis ins Haus. Der neue ISDN-Anschluss landet also auf eine der vorhandenen TAE-Dosen im Hause. Sind mehrere Anschlüsse vorhanden, (Telefon, Fax) sollte beim Antrag angegeben werden, welche dieser Leitungen (Telefon-Nr.) die zukünftige ISDN-Leitung werden soll. Die Telekom sendet eine NTBA zu und teilt einen Termin für die Umstellung mit. (Dieser Termin kann bei Bedarf nach Rücksprache mit der Telekom verschoben werden). Wenn nun am Tage der Umstellung festgestellt wird, dass die Telefone nicht mehr funktionieren (die Telekom warnt meistens kurz vorher durch einen Anruf), wird einfach die NTBA, die mit einem TAE-Stecker versehen ist, in die vorhande F-Buchsen an der TAE-Dose eingesteckt. Dann wird das ISDN-Endgerät (TK-Anlage oder ISDN-Telefon) mit der NTBA verbunden und zum Schluss programmiert. Wenn alles funktioniert kann anschließend sofort wieder telefoniert werden. Erfahrungsgemäß tauchen bei diesen Umstellungen jedoch oftmals kleinere Probleme auf. Versuchen Sie diese Umstellung innerhalb der normalen Arbeitszeiten der Telekom zu realisieren um den Anschluß von den Technikern der Telekom aus der Ferne prüfen lassen zu können.

Digital-analog-Wandler
Geräte, die an "nicht ISDN-Anschlüssen" eingesetzt werden, arbeiten analog. Ob Fax, Anrufbeantworter, Modem oder Telefon, analoge Geräte lassen sich nicht ohne weiteres an einen ISDN Anschluss anschließen, denn dieser ist digital. Um nun vorhandene Endgeräte weiterhin nutzen zu können, muss der digitale Impuls des ISDN wieder auf analog umgewandelt werden. Dies kann auf verschiedenste Art und Weise geschehen.
1. Digital-analog-Wandler.
Sie wandeln das ankommende ISDN-Signal in eine oder zwei analoge Anschlüsse um, so dass ein oder zwei normale Telefonanschlüsse zur Verfügung stehen. Es sind keinerlei Vermittlungsmöglichkeiten zwischen den beiden Telefonanschlüssen möglich.
2. ISDN Telefon mit a/b Anschluss
Ein ISDN-Telefon (digital) kann angeschlossen werden, das zusätzlich einen oder mehrere analoge Anschlüsse (z.B. für ein Faxgerät) zur Verfügung stellt.Hier ist in der Regel auch eine Vermittlung zwischen den angeschlossenen Komponenten möglich.
3. ISDN TK - Anlagen
Sicherlich die vernünftigste Lösung in einem Handwerksbetrieb. Hier wird das digitale ISDN Signal in 3 bis 8 analoge Leitungen umgesetzt. Es können also bis zu 8 analoge Endgeräte eingesetzt werden. Weiterhin können diese Anlagen je nach Ausführung auch noch den Anschluss von digitalen ISDN-Telefonen zulassen. Diese Geräte sind im Preis in den letzten Jahren so weit gesunken, daß einfache kleine Anlagen kaum teuerer als herkömmliche Digital-analog-Wandler sind.

Die richtige TK-Anlage
Vor der Auswahl der richtigen TK-Anlage sollte zuerst einmal ein genauer Bedarf geklärt werden. Hier planen wir einmal Beispielhaft eine TK-Anlage für einen kleinen Floristenfachbetrieb.
1. Telefon im Büro
2. Telefon im Ladenlokal
3. Faxgerät
4. PC-Anschluss mit Modem für die Blumengrußvermittlung
5. Anschluss für Kreditkartenabrechnung
6. PC-Anschluss mit Modem für Internet und Electronic-banking.
Diese Konfiguration lässt sich ohne weiteres mit einer ISDN TK-Anlage mit 5 a/b (analogen) Anschlüssen realisieren. Da das Modem weiterhin über die Anlage laufen soll, muss die Anlage den Betrieb eines Modems mit der entsprechenden Geschwindigkeit zulassen. Der PC-Anschluss für Internet und Electronic-banking wird über eine ISDN-Karte im Computer realisiert.
Der Markt der TK-Anlagen ist groß und unübersichtlich, so dass wir hier keine konkrete Empfehlung aussprechen können. Es ist empfehlenswert von mehreren Anbietern Beratungen und Angebote einzuholen. Für die meisten Anlagen gibt es eine Vielzahl verschiedener Module, von zusätzlichen a/b Anschlüssen über zusätzliche S0-Schnittstellen, TFE Anschlüssen für die Türsprechstelle bis zu Modulen die einen Telefonverkehr bei Stromausfall ermöglichen. In der Regel lohnt sich heute das Leasing einer Telefonanlage nicht mehr. Die meisten Hersteller von TK-Anlagen bieten bis zu 36 Monate Garantie und haben die Möglichkeit der Fernwartung und Ferndiagnose. Es ist sicherlich trotzdem sinnvoll mit dem Lieferanten der TK-Anlage eine Serviceleistung für den Notfall zu vereinbaren (Austauschgerät). Bei der Blumengrußvermittlung sollte vor der Umstellung das Vorgehen mit dem Vermittlungsunternehmen abgesprochen werden, da oftmals spezielle Hardware eingesetzt werden muß.

Analoge Endgeräte
Im Prinzip können alle analogen Endgeräte an heutige TK-Anlagen angeschlossen werden. Die meisten TK-Anlagen lassen sogar noch alte Telefonapparate mit Wählscheibe zu. Das Problem ist jedoch, dass die vollen Funktionen einer TK-Anlage (Weitervermitteln, Rufumleitung, Gespräche heranholen) nur mit Geräten genutzt werden können, die erstens mehrfrequenzwahlfähig sind und zweitens über eine " R" Taste verfügen. Ältere Geräte z.B. Telefone mit Wählscheibe arbeiten nach dem Prinzip der Impulswahl-IWV (beim Wählen hört man ein Takern) aber heutige Geräte arbeiten mit Mehrfrequenzwahl-MFV. (Je nach gewählter Zahl hört man einen Ton unterschiedlicher Tonhöhe.) Die meisten Telefongeräte mit Tastatur und den Tasten " *" und " #" lassen sich Umschalten, aber oftmals ist dieses Umschalten sehr kompliziert. Bei älteren Geräten ist vor dem Anschluss mit dem Hersteller zu klären ob und wie eine Umstellung möglich ist. Das Faxgerät muß nicht unbedingt auf Mehrfrequenzwahl umgestellt werden, da es dort nicht notwendig ist, dass z.B. Gespräche weitervermittelt werden. Ein Umstellen auf MFW ist jedoch wenn möglich immer sinnvoll, da es die Verbindungsaufbauzeiten drastisch beschleunigt. Ein weiteres analoges Endgerät an speziellen TK-Anlagen (meistens Zusatzmodul) kann weiterhin eine TFE Türsprechstelle sein. Es können dann Funktionen wie das Öffnen der Tür von jedem Telefon aus bedient werden.

Digitale Endgeräte
ISDN-Telefone können ohne weiteres direkt an eine NTBA angeschlossen werden. An der NTBA sind zwei Steckdosen für ISDN-Endgeräte vorhanden. Über einen Adapter können jedoch bis zu acht ISDN-Geräte angeschlossen werden. z.B. 6 digitale ISDN-Telefone, ein ISDN-Fax und die ISDN-Karte im PC. Warum also nicht dieser Weg, der scheinbar doch der einfachste ist? Digitale ISDN-Telefone sind noch sehr teuer. Alle Verbindungen zwischen der NTBA und den ISDN-Endgeräten müssen in 4-Draht Technik ausgeführt werden. Für auszuführende Verlängerungen wird Spezialkabel und Spezialwerkzeug benötigt. Ruft ein Gerät ein anderes an übernimmt die Telekom die Vermittlung und für dieses "interne" Gespräch werden Gebühren fällig und beide Leitungen sind besetzt. Wenn nun digitale Endgeräte eingesetzt werden sollen und trotzdem die Vorteile einer Hausvermittlung benötigt werden, wird eine entsprechende TK-Anlage notwendig. Es gibt ISDN-Telefonanlagen die mit speziellen anlagenspezifischen Systemtelefonen arbeiten. Hier wird innerhalb der Anlage mit einem eigenen Standard gearbeitet, der die Nutzung der digitalen Fähigkeiten ermöglicht. Der Nachteil ist, daß diese Telefone nur mit der jeweiligen speziellen TK-Anlage zusammenarbeiten und bei einem Wechsel nicht zur neuen Anlage übernommen werden können. Auch bei Erweiterungen ist man ausschließlich auf die Palette des jeweiligen Herstellers angewiesen. Die beste Möglichkeit ist eine TK-Anlage die mehrere S0-Busse zur Verfügung stellt. Ein S0-Bus wird für den Kontakt zur Telekom genutzt und schaltet die zwei Leitungen zum Telefonnetz der Telekom frei. Ein oder mehrere weitere S0-Busse sind frei konfigurierbar und können sowohl für den Kontakt zur Telekom (für weitere Leitungen) oder intern genutzt werden. Für den internen S0-Bus gilt das gleiche wie für den externen; maximal 8 Geräte, aber nur zwei können gleichzeitig telefonieren. Es können dadurch nun standard ISDN-Telefone an die Anlage angeschlossen werden. Sie bieten alle Funktionen des ISDN-Telefons und zusätzlich noch alle Vorteile der TK-Anlage wie Weitervermittlung und interne Anrufe. Viele TK-Anlagen bieten diese zusätzlichen S0-Busse als Option, so daß ein derartiger Anschluss auch noch nachträglich eingebaut werden kann.

Der PC an der ISDN Leitung
In der heutigen Zeit übernimmt der PC immer mehr Funktionen der normalen Kommunikation. Fax, E-Mail, Internet und Electronic-banking gehören heute zum Standard für Privatleute und Betriebe. Der PC als Kommunikationszentrum gewinnt immer mehr an Bedeutung. Logischerweise muß natürlich auch der PC an das schnelle Kommunikationsmedium angeschlossen werden. Dies geschieht in der Regel durch den Einbau einer passiven ISDN-Karte wie z.B. der "Fritz! Card". Über diese Karte werden dann alle Funktionalitäten wie z.B. Faxversandt und -empfang angeboten. Da der Rechner meistens nicht 24 Stunden im Betrieb empfangsbereit ist sollte er in diesem Fall durch ein normales Faxgerät ergänzt werden. Rechner und Fax werden so eingestellt, dass sie auf die gleiche Telefonnummer reagieren. Der Rechner hebt nach zweimaligem Klingeln ab und das Faxgerät erst nach 5-maligem Klingeln. Ist der Rechner an, nimmt er das Fax vor dem Faxgerät in Empfang, ist der Rechner aus, reagiert das normale Faxgerät auf den Anruf und nimmt das Fax an. Der Computer wird direkt an die NTBA angeschlossen, denn Funktionen der TK-Anlage sind für ihn nicht wichtig. Die ISDN-Leitung bringt dem Rechner natürlich Vorteile, er kann die schnellen ISDN-Verbindungen und bei Bedarf sogar beide Leitungen gleichzeitig nutzen. So kann z.B. ein über das Internet empfangenes E-Mail direkt über die zweite Leitung als Fax versandt werden ohne die Internetverbindung zu trennen. Ein weiteres Stichwort ist hier CTI (Computer Telephony Integration). Einige TK-Anlagen und auch einige Telefone ermöglichen eine direkte Verbindung zwischen Telefon und Computer. Es kann nun aus einer Datenbank des Computers der Kunde vom Computer angewählt werden. Der Computer kann Funktionen wie den Anrufbeantworter ersetzen und Ähnliches.

Die verschiedenen ISDN Arten und ihre Kosten
Das aktuelle ISDN ist das EURO-ISDN das als Anlagenanschluss oder als Mehrgeräteanschluss konfiguriert werden kann. Der Unterschied:

Beim Anlagenanschluss bekommt der Teilnehmer eine kurze Telefonnummer und kann ausschließlich durch den Einsatz einer geeigneten Telefonanlage die angeschlossenen Endgeräte verwalten, die Nummern eines Nummernblockes zugeteilt bekommen. z.B. Nummern aus den Nummern von 1234-0 bis 1234-999.

Für die Anlagengröße im Bereich des Handwerks ist der Mehrgeräteanschluss der sinnvolle Anschluss. Hier werden standardmäßig drei Rufnummern (MSN) zugeteilt und es können bis zu 8 ISDN-Geräte betrieben werden. Eines dieser "Mehrgeräte" ist dann die TK-Anlage. Da in den Betrieben meistens zwei Telefonnummern (Tel. & Fax) vorhanden und bekannt sind ,ist es sinnvoll diese zu übernehmen. Dies ist nur beim Mehrgeräteanschluss möglich.

Weiterhin wird noch unterschieden nach Standard und Komfortanschluss. Unabhängig vom Anlagen- oder Mehrgeräteanschluss kann man hier das Leistungsvolumen des ISDN-Anschlusses festlegen. Beim Komfortanschluss, der pro Monat 5,-DM mehr kostet, besteht zusätzlich zum normalen Leistungsvolumen die Möglichkeit der Anrufweiterschaltung und die Verbindungsentgelte werden nach dem Ende jeder Verbindung übermittelt.

Gebühren:
Umschaltung auf ISDN inkl. Zusenden der NTBA = 100,86 DM
Montage der NTBA durch die Telekom zus. = 100,86 DM

Grundgebühren pro Monat:
ISDN Mehrgeräteanschluss (2 Telefonleitungen) als Standardanschluss = 46,40 DM
ISDN Mehrgeräteanschluss (2 Telefonleitungen) als Komfortanschluss = 51,44 DM

Der Antrag
Folgende Angaben sollten bei Bedarf im ISDN-Antrag vermerkt sein:

1. Die vorhandenen Telefonnummern sollen erhalten bleiben.
2. Die vorhandenen analogen Telefonanschlüsse sollen zum Termin der Umschaltung gekündigt werden.
3. Vorhandene Telefonbucheinträge sollen erhalten bleiben.
4. NTBA bitte zusenden. Wenn die Telekom herauskommt und die NTBA in die TAE-Dose einsteckt und kurz die Leitung testet, kostet dies zusätzliche 100,- DM.
5. ISDN-Leitung bitte auf Leitung 0123/456789 anschließen. Die Telefonnummer der TAE-Dose angeben, auf der zukünftig die ISDN-Leitung ankommen soll.
6. Wunschterminangabe. Geben Sie einen Termin an von dem sie selbst wissen, dass dann bei Ihnen wenig Telefonverkehr stattfindet. Rechnen sie mit wenigstens 2 - 3 Stunden Telefonausfall für die Umrüstung. Versuchen Sie mit der Telekom eine genaue Uhrzeit festzulegen. (Fragen sie einige Tage vor dem Termin telefonisch nach einem genauen Zeitpunkt). In der Regel wird zu den normalen Arbeitszeiten Montags-Freitags von 8.00-16.00 Uhr auf ISDN umgeschaltet.

ACHTUNG! Den Antrag immer von der Firma einreichen lassen, bei der die Geräte bezogen werden. Hierfür kann dieser Betrieb einen Preisnachlass einräumen.

Anschluss der ISDN Anlage
Eigentlich ist der Anschluss einer ISDN TK-Anlage denkbar einfach. ISDN-Anlagen mit nur einem externen S0-Bus, also einer ISDN-Verbindung zur Telekom, sind je nach Gerät zulassungsfrei, das heißt, daß sie von jedermann installiert werden dürfen. Wenn die Telekom nun den Anschluss von analog auf ISDN umstellt ist Folgendes zu tun:

1. Das alte Telefon wird aus der TAE-Dose entfernt. Einfach den Stecker herausziehen.
2. Die NTBA wird mit Ihrem TAE-Stecker in diese Steckdose im Anschluss F eingesteckt. Bei TAE-Dosen mit mehr als einem Anschluss ist sicherzustellen, dass kein anderes Gerät in dieser Dose eingesteckt bleibt.
3. Als nächstes wird die Telefonanlage durch das mitgelieferte Kabel mit der NTBA verbunden. Der Anschluss ist einfach: Einen Stecker in eine der beiden Steckdosen der NTBA einstecken. Das andere Ende des Kabels wird bei der TK-Anlage eingesteckt. Genaue Anweisungen werden in der Bedienungsanleitung gegeben.
4. Anschließend verbindet man die Endgeräte mit der Telefonanlage. An der Telefonanlage ist meistens eine Anschlussleiste vorhanden. Für jedes Endgerät werden zwei Drähte einer Leitung an der Anlage angeschlossen (Siehe Handbuch der Anlage). Am anderen Ende der Leitung wird eine TAE-Dose installiert. An einer normalen TAE-Dose findet man eine Schraubleiste mit 6 Anschlüssen. Die zwei Drähte werden jeweils an die Anschlüsse 1 und 2 der Dose angeschlossen. Ein Vertauschen der beiden Drähte hat keine Auswirkungen. In diese TAE-Dosen können nun handelsübliche analoge Telefone oder andere Analoggeräte eingesteckt werden.
5. Nun muß die TK-Anlage noch programmiert werden. Die Programmierung ist natürlich bei jeder Anlage unterschiedlich doch meistens gibt es zwei Möglichkeiten.
A) Ein Telefon an Anschluss 1 der Telefonanlage (unbedingt umgestellt auf Mehrfrequenzwahl) kann benutzt werden um die Anlage zu programmieren.
B) Die Anlage wird durch ein spezielles (meist mitgeliefertes) Kabel mit einer seriellen Schnittstelle des PCs verbunden. Eine besondere Software vom Hersteller der TK-Anlage wird aufgespielt und die Anlage wird über den PC programmiert.
Was wird programmiert? Was für Geräte werden an den Anschlüssen der Anlage betrieben (Fax, Telefon, Anrufbeantworter etc.). Welches der angeschlossenen Geräte soll bei welcher Telefonnummer klingeln.
6. Fertig!!!!!!!!!
Wenn keine Probleme auftreten ist es wirklich einfach. Dennoch sollte schon eine gewisse Vorkenntnis vorhanden sein. Wie befestige ich Kabel richtig, was muss ich beim Programmieren beachten. Fragen Sie Ihren Lieferanten, ob er Ihnen bei der Selbstmontage ein einfaches ISDN-Testgerät leiht. Derartige Geräte sind unter 50,-DM zu kaufen. Mit so einem Testgerät können Sie an der NTBA testen, ob dort wirklich ein funktionstüchtiger ISDN-Anschluss ankommt. Wenn es zu Problemen kommt sind sie als Laie jedoch sicherlich überfordert und der Fachmann ist gefragt. Lassen sie im Zweifelsfall die Umstellung durch einen Fachbetrieb vornehmen. Bedenken Sie, wie wichtig die Telefonleitungen für ihren Betrieb sind und was es für sie bedeutet, mehrere Tage auf das Telefon verzichten zu müssen wenn Hilfe durch den Fachhandel nicht sofort verfügbar ist.

Mehr als zwei Leitungen
Wenn Sie mehr als zwei Telefonleitungen für Ihren Betrieb benötigen ist keine Selbstmontage mehr möglich, denn TK-Anlagen mit mehr als einem externen S0-Bus sind nicht mehr zulassungsfrei und müssen durch einen Fachbetrieb installiert werden. Im Prinzip sind dies die gleichen Telefonanlagen wie die zulassungsfreien, häufig nur durch ein Zusatzmodul mit einem S0-Bus ergänzt. Auch hier können Sie durchaus die Anschlüsse der TK-Anlage an die Endgeräte selbst vornehmen, aber die Verbindung zwischen der TK-Anlage und den NTBAs darf nur der Fachbetrieb durchführen. In diesem Preissegment gibt es auch noch Telefonanlagen, die eine großen Leistungsumfang bieten.
Beispiel: ELMEG c88m. Diese Anlage kann modular ausgebaut werden auf insgesamt 12 S0-Busse, 4 davon extern und 8 intern schaltbar und bietet zusätzlich noch 8 a/b Anschlüsse. Im Klartext: Sie können bei 8 Telefonleitungen zur Telekom, 8 normale Telefone und weitere 16 ISDN Telefone anschließen und das bei Kosten der Anlage von ca. 3500,-DM ohne Endgeräte.

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